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Kreisverband Miltenberg

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16.08.2011

CSU-Kreisräte fordern Energieoffensive

Kreis Miltenberg Der "Energiewende" müsse eine "Energieoffensive" folgen. Zu diesem Ergebnis ist die CSU-Kreistagsfraktion bei ihrer Sommersitzung am Donnerstag in Niedernberg gekommen. Thema waren die ersten Ergebnisse einer Analyse, die das Beratungsunternehmen Baum Consult im Kreisausschuss vorgestellt hatte (wir berichteten). Das teilt der Fraktionsvorsitzende Dietmar Andre in einer Presseerklärung mit.
Baum Consult sieht Potenzial für 15 neue Windkraftanlagen in der Region; wenn man die Naturparkflächen einbezieht, sogar für 65 Anlagen. In der CSU-Kreistagsfraktion herrschte Einigkeit darüber, dass der regionale Planungsverband Vorranggebiete für die Windenergienutzung ausweisen und Windkraftanlagen an anderen Standorten, besonders in Naturschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Gebieten ausschließen soll, heißt es in der Mitteilung. Nur Bauanträge für Windenergieanlagen auf den ausgewählten Flächen hätten dann Erfolgsaussichten.
Kommunale Investoren
Als Investoren sollten nach Meinung der CSU vor allem die kommunalen Energieversorger oder regionale Genossenschaften gewonnen werden. Bei Finanzinvestoren bestehe die Gefahr, dass die Anlagen nach ihrer Abschreibung an den nächsten Investor weiterverkauft werden.
Für sehr ambitioniert hält die CSU das im Zwischenbericht formulierte Ziel, die Fotovoltaikflächen bis 2030 zu verzehnfachen. Dies entspreche einer Investitionssumme von über einer Milliarde Euro.
Die Auswirkung auf den Strompreis sollte in der Endversion des Gutachtens dargelegt werden.
Um den Energiebedarf im Wärmebereich 2030 zu einem Viertel aus regionalen erneuerbaren Energien zu decken, müsse der Wärmebedarf der Gebäude durch bessere Isolierung deutlich gesenkt werden.
Klar sei, dass es eine Einrichtung geben müsse, die die Umsetzung der Empfehlungen des Gutachtens koordiniert. Dafür schlug die CSU-Kreistagsfraktion das Zentrum für Technologie, Existenzgründung und Cooperation (ZENTEC) in Großwallstadt vor.
Weitere Vorschläge aus den Reihen der CSU-Kreisräte zielten auf weitere Optimierungen bei der Westfrankenbahn und dem Busnetz und die Schaffung einer Stromtankstelleninfrastruktur ab, um die Elektromobilität weiter voranzutreiben.

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