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Kreisverband Miltenberg

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27.07.2011

Lücke zur Landesgrenze endlich geschlossen

Zuvor hatten am Beginn des neuen Radweges hinter dem Eichenbühler Campingplatz Bürgermeister Günther Winkler, stellvertretende Landrätin Claudia Kappes, Landtagsabgeordneter Berthold Rüth und Norbert Biller vom Straßenbauamt Aschaffenburg das symbolisch gespannte Band durchschnitten.
 Straßenfest in Pfohlbach
 Eine schier endlos scheinende, mehrere hundert Meter lange Schlange von Radfahrern zog nach Pfohlbach, um dort die Eröffnung mit einem Straßenfest zu feiern. Für Bürgermeister Günther Winkler war klar: "Es ist mit Sicherheit ein ganz besonderer Tag!" Nach über zwei Jahrzehnten Planung könne man endlich den Radweg einweihen, der ein wichtiges Teilstück zwischen Miltenberg und dem badischen Nachbarort Hardheim sei.
 Dies sei in erster Linier durch die Förderung des Freistaates Bayern im Rahmen eines Sonderbaulastprogrammes ermöglicht worden. Die Vorgabe zur finanziellen Unterstützung durch den bayerischen Staat sei gewesen, den neu zu errichteten Geh- und Radweg möglichst nahe der Staatsstraße zu erbauen. Hierdurch wurden 75 Prozent der Kosten, insgesamt 718 000 Euro vom Freistaat übernommen. Eine Finanzierung des Radweges ohne diese Mittel wäre seitens der Gemeinde nicht möglich gewesen wäre, betonte Winkler.
 Durch die vermehrten Ausbaukosten von Teilstrecken für die Nutzung für landwirtschaftlichen Verkehr habe man nun jedoch noch 360 000 Euro durch die Gemeinde aufbringen müssen. Winkler lobte die Gemeinderäten für ihren Mut, diesen Schritt trotz der schwierigen finanziellen Lage gegangen zu sein.
 Schwächste im Straßenverkehr
 Landtagsabgeordneter Berthold Rüth (CSU) glaubte sich in einer Schlussetappe der Tour de France zu befinden. Er sei begeistert von der regen Teilnahme. Der Radfahrer sei das schwächste Glied im Straßenverkehr, umso mehr sei es notwendig, das "Fahrradland Bayern" mit derzeit 7000 Kilometern Radwegen weiter auszubauen. Stellvertretende Landrätin Claudia Kappes verwies auf die politische Arbeit und die damit erreichte Förderung durch den Staat. Aus touristischen Gründen dürfe der Radweg aber nicht an der Landesgrenze enden. Sie hofft darauf, dass auch von badischer Seite die Planungen konkrete Formen annehmen.
 An einem Strang gezogen
 Norbert Biller vom Straßenbauamt Aschaffenburg hob die beteiligten Politikern heraus. Sie alle hätten an einem Strang gezogen und zum richtigen Zeitpunkt "die Gunst der Stunde zur Verwirklichung des Projektes" genutzt, um die Infrastruktur ein Stück weit zu verbessern. Er nannte ausdrücklich Eichenbühls Altbürgermeister Otto Schmedding, der sich schon vor zwei Jahrzehnten erstmals um den Bau des Radweges bemühte.
 Peter Kraus vom Amt für ländliche Entwicklung erinnerte, dass nach seinen Unterlagen 1989 eine erste Anfrage zum Bau des Radweges erfolgt sei und zehn Jahre später ein zweiter Vorstoß gewagt wurde. Erst 2009 wurde der Plan realisiert. Heidi Wright, ehemalige Bundestagsabgeordnete, übergab als Repräsentantin des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Winkler ein Buch zum Radwegenetz Bayern, verbunden mit den Wünschen, bald die Verbindung Riedern zur Badischen Grenze schließen zu können. Sie hoffe auf eine neue politische Entwicklung seitens des Landes Baden-Württemberg, die von der anderen Seite nun zum Lückenschluss Miltenberg-Hardheim beitragen müssen.
 Die Musikkapelle Erftal-Riedern und der Musikverein Eichenkranz begleitete das Fest. Pfarrer Peter Neubert von der Evangelischen-Lutherischen Kirchengemeinde Miltenberg und Pfarrer Günter Munz (Kleinheubach) segneten den neu erbauten Radweg und die Fahrräder

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